Winter Hausdekoration

Weihnachten ist vorbei und damit auch die geliebte Dekoration im Haus. Doch wie gestalten wir unsere vier Wände, wenn der festliche Schmuck einmal gewichen ist? Wir haben einige Tipps und Tricks, wie sich die Zeit bis zum Frühling überbrücken lässt.

So wunderschön, wie die Weihnachtsdekoration auch ist: Nach dem 6. Januar, manchmal auch erst Mitte Januar, verschwinden Christbaumkugeln, Tannenbäume und Adventskränze aus unseren Häusern. Und auch die Lichterketten rund ums Haus werden für das nächste Weihnachtsfest eingemottet. Ohne Tannenzweige und den vielen Schmuck wirken die Räume plötzlich erschreckend kahl und bis zur Frühlingszeit dauert es noch einige Monate. Was also tun?

Zum Glück gibt es jede Menge Ideen, wie sich Häuser und Wohnungen auch ohne den festlichen Schmuck dekorieren lassen. Denn auch wenn Weihnachten vorbei ist: Die dunkle Jahreszeit bleibt uns noch eine ganze Weile erhalten und Winterstürme oder Schneephasen können jederzeit kommen. Und so sollte man die Zeit nutzen, um sich drinnen gemütlich einzurichten.

Das alles muss jetzt raus!

Wer es noch nicht erledigt hat: Bevor es mit der neuen Dekoration losgeht, müssen die Dinge, die an Weihnachten erinnern, verschwinden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Der Weihnachtsbaum im Wohnraum
  • Christbaumkugeln am Tannenbaum oder an Tannenzweigen
  • Festliche Girlanden
  • Weihnachtliche Anhänger
  • Mistelzweige an der Haustür
  • Die Krippe unter dem Baum
  • Der Adventskranz oder weihnachtliche Gestecke
  • Fensterbilder und Weihnachtssterne
  • Weihnachtskarten


Das weihnachtliche Entrümpeln hat übrigens auch einen praktischen Vorteil. Weil besonders wenig Dekoration herumsteht, lassen sich die Wohnräume einmal richtig gut sauber machen und Böden wischen! Dann kann man neu beginnen.

Jedem Anfang liegt ein Zauber inne!

Ist die Dekoration weg, sehen die Wohnräume zugegeben kahl und nüchtern aus, vor allem dann, wenn man in kräftigen Farben wie zum Beispiel Rot dekoriert hat. Doch das nüchterne Aussehen einer Wohnung muss nichts Schlechtes sein. Viele Raumausstatter setzen heute auf eine minimalistische Innenraumgestaltung, wo die Philosophie zählt: Weniger ist mehr! Statt sich also sofort wieder mit neuer Dekoration zu umgeben, darf die Wohnung gerne auch eine Weile nüchtern bleiben. Einige wenige Dekoelemente können hier und da Highlights setzen. Hat man sich einmal an den minimalistischen Wohnstil gewöhnt, fehlt einem nach einer Weile kaum noch etwas.

Photo by Benjamin Voros on Unsplash

Die nüchterne Wohnungsgestaltung hat einen weiteren positiven Effekt – und der betrifft unser Seelenleben. Viele Menschen starten gerne mit neuen Ideen, aber aufgeräumt und gut sortiert ins neue Jahr. Die minimalistische Dekoration im Haus hilft dabei, dass uns die Ordnung im Kopf noch eine Weile erhalten bleibt. Denn so haben wir in unserer Umgebung so wenig wie möglich Dinge, die uns vom Wesentlichen ablenken.

Frische Blumen

Doch so ganz ohne Dekoration geht es natürlich nicht. Einen wunderschönen Akzent in der Wohnung lässt sich mit einem Strauß frischer Blumen setzen. Bereits jetzt sind Tulpen in unseren Lieblingsfarben erhältlich, die Leben in die Wohnung bringen und an den noch entfernten Frühling erinnern. Falls noch keine Tulpen zu bekommen sind, eignen sich auch Rosen oder Ranunkeln. Ebenfalls finden sich in den Blumenmärkten nun Frühjahrsblüher wie Narzissen oder Hyazinthen, die als Knollen in schön gestalteten Gestecken verkauft werden.

Tulpen als Deko Tannenzapfen und andere Mitbringsel aus dem Wald

Tannenzapfen und andere Fundstücke aus dem Wald eignen sich jetzt hervorragend, um Schalen oder Tische zu dekorieren. Tannenzapfen bekommen zum Beispiel ein winterliches Aussehen, wenn sie mit verschiedenen Sprühfarben in Weiß, Kupfer oder Gold bemalt und dann in einer Schale als Stillleben arrangiert werden.

Auch in der eigenen Lieblingsfarbe angemalte Eicheln sind eine schöne Idee, um zusammen mit Kerzen, einem Holzstern oder einer kleinen Skulptur ein individuelles Gesteck herzustellen.

Bild von Simone Orlik

Kerzen

Kerzen sind und bleiben auch im Januar ein wichtiges Gestaltungselement. Denn sie sorgen auf natürliche Weise für Gemütlichkeit, wenn es draußen stürmt und schneit. Verzichten sollte man allerdings auf solche Kerzen, die in ihrer Farbe zu sehr an Weihnachten erinnern. Schön eignen sich neutrale Töne wie Weiß oder Grau. Auch pastellfarbene Kerzen machen sich jetzt wunderschön im Wohnraum. Wer es ein wenig rustikaler mag oder nach einer Gestaltungsidee für Terrasse oder Hauseingang sucht, nutzt nun Windlichter, die in vielen Formen und Farben erhältlich sind. Wer seine Windlichter bereits zur Weihnachtszeit benutzt hat, darf sie gerne stehen lassen oder einfach neu platzieren.

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Winterlandschaft im Glas

Mit Kerzen, kleinen Dekoartikeln, einigen Zweigen aus dem Wald und handelsüblichem Zucker lässt sich eine schöne Winterlandschaft zaubern. Dazu braucht man nur eine größere Glas- oder Holzschale, die man mit Zucker füllt. Darin lässt sich eine Kerze setzen, kleine Äste können im Zucker verankert werden und schon gibt es eine winterliche Atmosphäre im Haus. Tipp: Möglichst auf eine einheitliche Farbgebung achten.

Bild von Simone Orlik

Türkränze

Es gibt wohl kaum etwas Sehenswerteres an der Haustür als einen schönen Kranz, der uns Willkommen heißt. Allerdings zählt auch hier: Weniger ist mehr. Deswegen besser auf ein nüchternes Geflecht aus Holz, Ästen oder Bast setzen. Dazu eine kleine Schleife – fertig ist die perfekte Deko für die Haustür.

Deko für die Haustür

Lichterketten

Lichterketten müssen im Januar nicht unbedingt aus unseren Häusern und Wohnungen weichen. Allerdings sollten wir sie anders als zur Weihnachtszeit einsetzen. Eine schöne Idee ist es, eine kleine Lichterkette in einem Einmachglas, einer Flasche, einer hohen Vase oder einer Schale zu platzieren. So kann sie als alleiniger Star im Glas strahlen oder zusammen mit Tannenzapfen oder Totholz dekoriert werden. Tipp: Im Sommer das Glas einfach mit nach draußen nehmen, an einem warmen Sommerabend auf dem Esstisch platzieren und so für eine schöne Beleuchtung sorgen.

Photo by Lily Lvnatikk on Unsplash

Wer übrigens gerne bastelt, kann seine Lichterkette auch mit Origami-Motiven aus Papier oder alten Buchseiten ummanteln und danach in Szene setzen. Viele Tipps zum Nachmachen gibt es auf Pinterest: https://www.pinterest.de/pin/93379392252912994/

Schneeflocken am Fenster oder als Mobile

Während wir Sterne zur Weihnachtszeit genug gesehen haben, dürfen nun Schneeflocken in ganz unterschiedlichen Materialien ihren großen Auftritt haben. Sie finden sich als Window Colour oder in Origamiform aus Papier am Fenster, dürfen an Zweigen hängen oder ein ganzes Mobile bilden. Die Anhänger findet man entweder im Handel oder sind eine schöne und einfache Bastelidee für einen Nachmittag oder Abend.

Photo by Kelly Sikkema on Unsplash

Kissen und Decken

Kissen sind jetzt wie dafür gemacht, auch im Anschluss an die Weihnachtszeit für eine Wohlfühl-Atmosphäre zu sorgen. Sofas und Sessel zieren sie sowieso immer. Aber sie machen eine genauso tolle Figur, wenn sie auf Fensterbänken, auf dem Kaminsims oder dem Treppenaufgang platziert werden. Verschiedene Größen ergeben ein wunderschönes Arrangement.  Allerdings sollte man besser darauf verzichten, zu viele Farben zu mischen. Besonders schön sind jetzt Kissen mit winterlichen Motiven wie Eichhörnchen, Hirschen oder Schneelandschaften. Auch Fellkissen in natürlichen Farben sind besonders beliebt.

Kissen Fensterbank

Titelbild: maglara / 123RF Standard-Bild