waschbecken montage

Ein neues Waschbecken kann den Gesamteindruck des Badezimmers komplett verändern. Egal, ob eckig und futuristisch oder rund und traditionell – die Montage des neuen Beckens muss nicht kompliziert sein. Erfahrene Handwerker meistern die Aufgabe, ein neues Waschbecken zu montieren, innerhalb von wenigen Arbeitsschritten. Doch auch Laien steht der Weg zum fertigen Badezimmer in Eigenregie offen.

Checkliste zur Waschbeckenmontage

Die folgenden Werkzeuge werden zur Montage eines neuen Waschbeckens benötigt:

  • Wasserwaage
  • Zollstock
  • Bleistift oder Kreppband zur Markierung
  • Bohrmaschine mit Stein- oder Fliesenbohrer
  • Dübel
  • Stockschrauben und Muttern
  • Hammer
  • Waschbecken und Zubehör (z.B. Unterlegscheiben)

Altes raus, neues rein?

Ist bereits ein Waschbecken vorhanden, welches durch ein neues ersetzt werden soll, ist es hilfreich, vorab dessen Maße zu bestimmen. So kann das neue Modell den Gegebenheiten entsprechend ausgewählt werden. Die Vorbereitung des Badezimmers umfasst das Abstellen des Wassers und das Verschließen der Eckventile unterhalb des alten Waschbeckens, falls vorhanden. Das Waschbecken selbst wird nach und nach durch Abschrauben entfernt. Zunächst kommt das Siphon an die Reihe, anschließend der Wasserablauf und zuletzt das Becken selbst.

Bei der Neueinrichtung eines noch leeren Badezimmers entfallen diese Vorbereitungen. Hier kann direkt damit begonnen werden, das neue Waschbecken zu montieren.

Eine perfekte Ausrichtung

Wo das neue Waschbecken angebracht werden soll, muss vor der Montage sorgfältig ermittelt werden. Ein schief installiertes Waschbecken wünscht sich schließlich niemand! Hilfreiche Werkzeuge zur Lokalisierung der genauen Position sind die Wasserwaage und ein Zollstock. Tipp: Es gibt praktische Wasserwaagen-Apps für viele Smartphones! Kein Weg führt jedoch an der Markierung der Befestigungsstelle vorbei. Diese kann mit einem Bleistift oder buntem Kreppband erfolgen.

Die Ausmessung der richtigen Stelle erfolgt minutenschnell, wenn sich zwei Heimwerker gleichzeitig ans Werk machen. Dabei kommt einem Arbeiter die Aufgabe zu, das Waschbecken in der gewünschten Endposition an die Wand zu halten, während der andere anzeichnet, wo die Schrauben befestigt werden sollen.

Vorbereitung der Wand

Bevor die fleißigen Handwerker nun das Waschbecken montieren können, wird die markierte Stelle vorbereitet. Hier kommt die Bohrmaschine mit Steinbohrer zum Einsatz, um an den gekennzeichneten Punkten die notwendigen Löcher in Wandfliesen zu bohren und anschließend die Befestigungsdübel einzuschlagen. Besonders beim Bohren sollte mit Vorsicht gearbeitet werden. Durchsichtiges Kreppband über den markierten Löchern hilft dabei, vor einem Abrutschen des Bohrers zu schützen.

Außerdem sollte bei der Bohrung durch die Fliesen keinesfalls der Schlagbohrer verwendet werden. Die Dübel werden nach erfolgreicher Lochbohrung mit einem Hammer eingeschlagen und sollten möglichst stramm sitzen, um einen festen Halt zu garantieren. Die Stockschrauben finden darauf mit einer Zange oder einem Gabelschlüssel ihren Platz.

Waschbecken fit für die Montage machen

Die Armatur des Waschbeckens wird idealerweise im nächsten Arbeitsschritt fest angebracht; solange sich das Becken noch nicht an der Wand befindet. Handwerker können zu diesem Zeitpunkt noch bequem von allen Seiten darauf zugreifen. Die Anschlüsse für die Kalt- und Warmwasserzufuhr werden durch die dafür vorgesehenen Löcher des Waschbeckens gezogen. Von unten wird die Armatur fest verschraubt, nachdem die Unterlegscheiben des Beckens auf die Schraubgewinde gesetzt wurden. Man sollte sicher sein, dass die Schrauben absolut fest sitzen.

Auch das Ablaufventil wird bestenfalls bereits vor der Wandmontage des gesamten Beckens angebracht. Dafür wird der obere Teil des Waschbecken-Ventilkelchs samt seiner Dichtung durch das Ablaufloch gezogen und gemeinsam mit einer weiteren Dichtung, die von unten befestigt wird, mit dem Ventilunterteil versehen. Die Zugstangenverlängerung wird in die dafür vorgesehene Armaturenvorrichtung geschraubt; ebenso verhält es sich mit dem Gegenstück, das sich an der Ablaufgarnitur befindet. Bei diesem Arbeitsschritt gilt ebenfalls: Alles gut festschrauben und somit einen starken Halt garantieren!

Endmontage und Prüfung der Position

Endlich ist es Zeit, das Waschbecken zu montieren! Diese Aufgabe sollte ebenfalls von zwei Personen gestemmt werden. So kann wieder einer der Heimwerker das Becken halten und der andere die notwendigen Befestigungsschritte durchführen. Das Waschbecken findet seinen Platz auf den beiden Stockschrauben. Unterhalb des Beckens werden Führungsscheiben und Muttern platziert und mit einem entsprechenden Schraubenschlüssel fest verankert. Eine eventuelle Angleichung der Waschbeckenposition ist zu diesem Zeitpunkt noch möglich. Notfalls kommt erneut die Wasserwaage zum Einsatz – einmal montiert, ist eine Korrektur schließlich deutlich schwieriger.

Feinheiten zum gelungenen Abschluss

Zuletzt werden der Siphondeckel und die Verbindungsglieder für die Zugstangen des Beckens befestigt. Das Endstück des Siphons wird etwa 5cm tief in das Abflussrohr geschoben. Die andere Seite des Rohres wird mit der Dichtung versehen. Dieser Teil wird anschließend an der Ablaufgarnitur festgeschraubt. Die Zugstangen werden mit der dafür vorgesehenen Verlängerung verbunden; auch hier werden die beiden Schrauben noch einmal sicher festgezurrt.

Ein Funktionstest rundet die erfolgreiche Montage ab: Wenn sich der Verschlusshebel der Armatur betätigen lässt und die Wasserschläuche angestellt sind, ist das Werk vollbracht.

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