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Dusche oder Badewanne – welche Lösung passt zu Ihnen?

Entscheidungshilfe vom Profi für Badplanung, Fliesen & Innenausbau

Das neue Bad steht an – die alten Fliesen kommen raus, Leitungen werden neu verlegt, Armaturen modernisiert. Doch bevor es an die Details geht, steht oft eine zentrale Frage im Raum: Badewanne oder Dusche – oder beides?
Die Antwort hängt nicht nur vom Platzangebot ab, sondern auch von Ihren Gewohnheiten, dem Alter der Nutzer und den Möglichkeiten des Raumes. Wir geben Ihnen eine ehrliche Entscheidungshilfe – aus der Perspektive von Handwerk und Planungspraxis.

1. Das persönliche Ritual: Duschen oder Baden?

Diese Entscheidung ist sehr individuell.
Wer morgens schnell unter die Dusche springt, um wach zu werden, braucht eine komfortable, gut durchdachte Duschlösung – großzügig, ebenerdig, mit durchdachten Armaturen.
Wer dagegen abends abschalten möchte, liebt vielleicht das Ritual eines warmen Bads – mit Lichtspots, Whirlsystem oder einfach nur Ruhe.

Unser Tipp aus der Praxis:
Planen Sie nicht, was schön aussieht, sondern was Sie wirklich nutzen. Eine ungenutzte Wanne ist verschwendeter Raum – eine zu kleine Dusche dagegen schnell ein täglicher Ärger.

Messeneuheit Serie Midi von Flaviker

2. Platz und Raumaufteilung – das A und O der Badplanung

Gerade im Altbau oder in typischen Stadtbädern ist Platz ein rares Gut.
Eine moderne, bodenebene Dusche braucht mindestens 90 × 90 cm, besser 100 × 120 cm.
Wenn der Raum nur rund 5 m² misst, ist die Dusche meist die funktionalere Lösung – vor allem, wenn sie mit großformatigen Fliesen und einer glasklaren Duschabtrennung geplant wird. So wirkt der Raum größer und offener.

Für größere Bäder bietet sich dagegen oft die Kombination aus freistehender Wanne und Walk-in-Dusche an. Besonders harmonisch wirkt das, wenn Boden- und Wandfliesen aus einer Serie stammen – etwa in Steinoptik oder warmen Sandtönen, wie bei Motley von Mirage oder der Uniplus-Serie in moderner Betonoptik.

Planen Sie bequem Ihr Badezimmer in unserem Online-Shop, senden Sie Ihren Entwurf ein und wir helfen Ihnen gerne bei der Umsetzung – von der Materialauswahl über die technische Planung bis hin zur handwerklichen Realisierung.

Freistehende Badewanne – hier mit den Fliesen Serie Unika von Keope

3. Alter, Komfort und Barrierefreiheit

Ein wichtiger Aspekt: die Zukunft.
Selbst wenn Sie heute jung und mobil sind – planen Sie vorausschauend. Barrierefreie Duschen mit rutschhemmenden Fliesen, Sitzflächen oder Haltegriffen sind längst kein „Pflege-Thema“ mehr, sondern Designstandard.

Wussten Sie, dass Ihnen bereits ab Pflegegrad 1 ein Zuschuss von bis zu 4.180 € für einen barrierefreien Badumbau zusteht?
Diese Förderung der Pflegekasse kann für Maßnahmen wie den Umbau einer Badewanne in eine ebenerdige Dusche, den Einbau von Haltegriffen oder die Verbreiterung von Türen genutzt werden. Wir unterstützen Sie gerne bei der Planung und Erstellung der erforderlichen Unterlagen für den Antrag.

Ebenerdige Duschen punkten durch:

  • sicheren Einstieg ohne Stufe

  • leicht zu reinigen

  • optisch durchgängiger Bodenbelag

  • im Alter nachrüstbar mit Duschsitz

Ein Mix aus der Serien Nordik Stone und Nordik Wood von Flaviker

Für Familien mit kleinen Kindern dagegen bleibt die Badewanne praktisch unverzichtbar. Planschen, Haare waschen, kleine Wunden kühlen – all das funktioniert im Wannenbereich einfach besser. Ideal sind Modelle mit etwas niedrigerem Rand und einer Duschwand, die später als Duschlösung weitergenutzt werden kann.

4. Wasser, Energie & Nachhaltigkeit

In Zeiten steigender Energiekosten spielt auch der Verbrauch eine Rolle.
Eine volle Badewanne braucht im Schnitt 120–150 Liter Wasser, eine Dusche etwa 40–60 Liter – je nach Dauer und Duschkopf.
Aber Achtung: Wer gerne lange und heiß duscht, gleicht das schnell aus.

Spar-Tipp vom Profi:
Moderne Thermostatarmaturen mit Mengenbegrenzung oder Start-Stopp-Funktion sparen Wasser und Energie, ohne Komfortverlust. Kombiniert mit einem Durchlauferhitzer oder einer Wärmepumpe, lässt sich der Energiebedarf zusätzlich optimieren.

5. Stilfragen: Material, Fliesen & Atmosphäre

Ob Dusche oder Wanne – das Bad wirkt erst durch die Materialwahl.
Aktuell im Trend liegen:

  • Großformatige Fliesen, die auf Anfrage erhältlich sind und mit minimalem Fugenanteil für eine ruhige, hochwertige Optik sorgen.

  • Naturstein-Designs wie die Serie Motley – authentisch, edel und mit feinen Farbnuancen.

  • Betonoptiken wie Uniplus, die modernen Minimalismus ins Bad bringen.

  • Warme Holzoptiken wie Nordik Wood – perfekt, wenn Sie es wohnlich und natürlich mögen.

Ein besonders wichtiger Punkt bei der Fliesenauswahl ist die Rutschfestigkeit.
Gerade im Duschbereich sollte der Bodenbelag mindestens Rutschhemmung R10 B aufweisen. Diese Einstufung steht für sicheren Halt auch bei Nässe und Seifenfilm, ohne dass die Oberfläche zu rau wirkt. So entsteht die perfekte Balance zwischen Sicherheit und Pflegeleichtigkeit – ein Thema, das im Alltag schnell unterschätzt wird.

Die rutschfeste Fliesenserie Midi

6. Kombilösungen – Dusche und Badewanne in einem

Wenn Sie weder auf das eine noch das andere verzichten möchten, gibt es clevere Kombilösungen.
Ein Beispiel ist die Duschwanne Dobla von HSK – eine moderne Kombination aus Badewanne und Dusche, die mit ihrer klaren Formensprache perfekt in zeitgemäße Bäder passt.
Sie bietet eine komfortable Einstiegshöhe, eine großzügige Stehfläche und eine hochwertige Duschabtrennung, die optisch kaum von einer vollwertigen Dusche zu unterscheiden ist. Damit verbindet sie Funktion und Design in idealer Weise – besonders für kleinere Bäder, in denen kein Platz für zwei getrennte Bereiche bleibt.

Darüber hinaus führen wir zahlreiche weitere Badewannen mit integrierter Duschlösung, die sich stationär in unserer Ausstellung erleben lassen – von platzsparenden Eckvarianten bis hin zu großzügigen Familienwannen mit Glasabtrennung oder eingebauter Tür für den leichten Einstieg.
So finden Sie für jeden Grundriss, jedes Alter und jedes Budget die passende Variante – fachgerecht geplant und montiert

7. Fazit: Entscheidung mit Blick auf Alltag und Zukunft

Die Wahl zwischen Dusche und Badewanne ist mehr als eine Stilfrage – sie ist eine Frage des Alltags.
Duschen steht für Effizienz, klare Linien und täglichen Komfort. Die Badewanne dagegen für Entspannung, Wärme und Wohlbefinden.

Unser Rat aus der Praxis:

  • Denken Sie Ihr Bad von der Nutzung her – nicht von der Werbung.

  • Lassen Sie sich professionell beraten, bevor Sie sich auf eine Lösung festlegen.

  • Achten Sie auf Details wie Einstiegshöhe, Armaturposition, Reinigungsfreundlichkeit und Rutschfestigkeit.

  • Planen Sie lieber etwas großzügiger: Eine Dusche mit 120 × 100 cm fühlt sich doppelt so komfortabel an wie eine mit 80 × 80 cm.

Und das Wichtigste: Das perfekte Bad ist das, das zu Ihnen passt.
Egal ob Singlebad, Familienbad oder barrierefreier Rückzugsort – wir begleiten Sie von der Planung bis zur Umsetzung, mit Fliesen, Sanitär und Handwerk aus einer Hand.


FAQ: Dusche oder Badewanne – häufige Fragen

1. Was ist pflegeleichter – Dusche oder Badewanne?
Eine bodenebene Dusche mit großen Fliesen ist meist leichter zu reinigen. Fugenarme Flächen und Duschabtrennungen mit Nanobeschichtung reduzieren Kalk- und Seifenrückstände deutlich.

2. Kann man eine Badewanne später gegen eine Dusche tauschen?
Ja, das ist problemlos möglich. Wir planen regelmäßig Umrüstungen – etwa bei altersgerechten Modernisierungen. Der Umbau dauert in der Regel nur wenige Tage.

3. Welche Fliesen eignen sich im Duschbereich?
Empfohlen werden Feinsteinzeugfliesen mit Rutschfestigkeit R10 B. Sie bieten sicheren Halt und sind gleichzeitig pflegeleicht. Großformate schaffen zudem eine moderne, ruhige Optik.

4. Gibt es barrierefreie Duschen auch im Altbau?
Ja, mit etwas Anpassung des Estrichs oder einer Flachrinne lässt sich auch in älteren Gebäuden eine ebenerdige Dusche realisieren. Wir prüfen das bei jeder Planung individuell.

5. Wie groß sollte eine komfortable Dusche sein?
Empfohlen sind mindestens 100 × 100 cm, besser 120 × 100 cm. Bei zwei Personen oder Sitzmöglichkeit sollte entsprechend mehr Fläche eingeplant werden.

6. Welche Fliesen sind derzeit im Trend?
Neben Natursteinoptiken (Motley) und Betonoptiken (Uniplus) sind warme Holzdekore wie Nordic Wood sehr gefragt. Sie schaffen wohnliche Atmosphäre, besonders in Kombination mit indirektem Licht.

7. Wo kann ich mir verschiedene Lösungen ansehen?
In unserer Ausstellung in Menden zeigen wir aktuelle Badkonzepte mit Duschen, Badewannen, Kombilösungen und passenden Fliesenserien. Gerne beraten wir Sie persönlich zu Material, Technik und Gestaltung.

Franke Raumwert Online Magazin
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