Sopro Bauchemie - Franke Raumwert


Ein unebener Boden macht es unmöglich, die neuen Fliesenboden zu verlegen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit flüssiger Ausgleichsmasse den Boden ausgleichen, welche Hilfsmittel und Materialien Sie benötigen und was Sie in jedem Schritt beachten müssen.    

Material und Werkzeug

 Vorbereitung

Der Vorbereitung kommt beim Ausgleichen des Bodens eine große Bedeutung bei. Sie ist recht umfangreich, schafft aber die Grundlage dafür, dass sich die Ausgleichsmasse stabil und fest mit dem Untergrund verbindet.

  1. Reinigen Sie den Boden, bis dieser vollständig fett- und staubfrei ist. Tragen Sie während der gesamten Arbeitsphase eine Atemschutzmaske und Arbeitshandschuhe. Mit Besen, Handfeger und Staubsauger sorgen Sie dafür, dass der Boden vollständig von losem Schmutz und Staubteilen befreit wird.
  1. Boden abdichten: Alle Bereiche, die nicht ausgeglichen werden, müssen Sie abdichten. So wird verhindert, dass in diese Teile des Raums oder die angrenzenden Räume, keine Ausgleichsmasse fließt. Übergänge zur Badkeramik oder zwischen Wand und Boden dichten Sie am besten mit Maleracryl oder Silikon ab.
  1. Trittschallschutz: Nun bringen Sie einen Randdämmstreifen (5 mm) umlaufend an der unteren Wand (dort, wo sie auf den Boden trifft) an. In der Regel sind Randdämmstreifen selbstklebend, können aber zusätzlich mit einem Tacker an der Wand befestigt werden. Der Randdämmstreifen entkoppelt die Wand vom Boden, wodurch der Trittschallschutz verbessert wird.
  1. Türen abdichten: Um zu verhindern, dass Ausgleichsmasse in den Nebenraum fließt, spannen Sie den Randdämmstreifen über die Türöffnung. Befestigen Sie mit doppelseitigem Klebeband den Dämmstreifen an der Rückseite auf dem Boden.
  1. Haftgrund auftragen: Die Haftgrundierung bildet eine Haftbrücke zwischen Boden und Ausgleichsmasse. So wird sichergestellt, dass sich die Masse gut und stabil mit dem Untergrund verbindet. Tragen Sie den Haftgrund mit einer Malerwalze gleichmäßig auf den Untergrund auf. Für schwierige Stellen wie Ecken und an der Wand nutzen Sie am besten einen Pinsel. Gehen Sie so vor, dass Sie an der äußersten Ecke beginnen und sich dann zum Ausgang vorarbeiten. Lassen Sie die Grundierung vollständig trocknen.
  1. Risse und Löcher ausgleichen: Bevor Sie den gesamten Boden mit der Nivelliermasse ausgleichen, füllen Sie mit ihr grobe Löcher und Risse auf. Ziehen Sie die Oberfläche sauber und eben mit einer Glättkelle ab. Dieser Schritt verhindert, dass sich Lufteinschlüsse an den Schäden bilden und der Boden später instabil und porös wird. Kleine Risse müssen Sie nicht vorab ausgleichen.

 

Ausgleichsmasse auftragen

  1. Ausgleichsmasse anrühren: Rühren Sie die Ausgleichsmasse laut Herstellerangaben mit einer Bohrmaschine und Quirl in einem Baukübel oder einer Mörtelwanne an. Dabei sollten sie Unterstützung einer zweiten Person haben, da die Ausgleichsmasse ständig in Bewegung bleiben muss.
  2. Ausgleichsmasse auftragen: Die fertig angerührte Ausgleichsmasse gießen Sie direkt aus dem Baukübel. Beginnen Sie wie bei der Haftgrundierung in der äußersten Ecke des Raums. Achten Sie darauf, die Masse gleichmäßig zu gießen. Während Sie einen Teil der Masse auftragen, rührt die zweite Person parallel den nächsten Teil an.
  3. Ausgleichsmasse glätten: Unterstützen Sie die zerfließende Ausgleichsmasse, sich gleichmäßig auf dem Boden zu verteilen. Nutzen Sie einen Flächenspatel. Gehen Sie jederzeit vorsichtig vor, um ein ebenes Ergebnis zu erzielen.
  4. Lufteinschlüsse verhindern: Da sich mitunter kleine Luftbläschen in der Ausgleichsmasse bilden können, gilt es, die noch feuchte Masse mit einer Stachelwalze in gleichmäßigen Bahnen zu perforieren. Arbeiten Sie sich wieder von der äußersten Ecke bis zum Ausgang vor. Durch die Stachelwalze verbinden Sie gleichzeitig verschiedene aufgetragene Teilmengen der Ausgleichsmasse. Lassen Sie abschließend die Ausgleichsmasse nach Herstellerangaben trocknen.
  5. Boden schleifen: Insbesondere die Ränder und Ecken des Raums sind nach dem Aushärten der Ausgleichsmasse leicht uneben und rau. Mit einem Handschleifgerät nehmen Sie punktuell überschüssiges Material weg. Tragen Sie beim Schleifen eine Atemschutzmaske! Der glatt geschliffene Untergrund bildet nun die perfekte Grundlage, um den Boden zu fließen.

 

Wie viel Ausgleichsmasse brauche ich?

Welche Menge der Ausgleichsmasse für einen Boden notwendig ist, hängt zum einen von der Quadratmeterzahl als auch von der Differenz der Höhenunterschiede zwischen Boden und Decke ab. Dazu verwenden Sie am besten einen Richtscheit mit Wasserwaage. Messen Sie die Höhe zwischen Boden und Decke in den Ecken und in der Mitte des Raums. Notieren Sie sich die Höhenunterschiede.

Dann ist etwas Mathematik gefragt: Addieren Sie die notierten Werte und teilen Sie die Summe durch die Anzahl der Messpunkte – das ist der Mittelwert des Höhenunterschieds. Beachten Sie die Herstellerangaben, die Sie auf der Packung der Ausgleichsmasse finden. In der Regel ist dort angeben, wie viel Liter Ausgleichsmasse pro Quadratmeter bei einem Höhenunterschied von 1 mm Schichtdicke notwendig ist. Diese Werte brauchen Sie also für Berechnung:

  • Quadratmeterzahl des Raums
  • Verbrauch der Ausgleichsmasse pro Quadratmeter bei 1 mm Dicke
  • Mittelwert des Höhenunterschieds

Haben Sie weitere Fragen oder benötigen Sie Unterstützung, wenn Sie den Boden ausgleichen, wenden Sie sich einfach an unseren Fachbetrieb. Nützliche Tools und Materialien für Ihr Projekt finden Sie in unserem Zubehör.