Silikonfuge richtig entfernen

Wofür benötigt man Silikonfugen?

Silikonfugen sind bekannt als Dehnungsfugen oder Wartungsfugen. Sie werden immer da benötigt, wo Verbindungen zwischen unterschiedlichen Bauteilen abgedichtet werden müssen, zum Beispiel zwischen Wand und Bodenfliesen. Der Übergang sollte formschön, flexibel und haltbar sein.

Alte Silikonfugen können sich im Laufe der Zeit verfärben oder reißen. Dann kann Wasser in die undichten Fugen dringen und Feuchtigkeit zu Stockflecken oder Schimmel führen.

Silikonfugen entfernen und erneuern

Silikonfugen lassen sich in Eigenregie erneuern. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigen wir, wie man alte Silikonfugen entfernt und neues Silikon einsetzt.

Alte Silikonfugen entfernen

Zunächst schneiden Sie das alte Silikon mit einem Fugenkratzer vorsichtig heraus. Silikonreste, die sich nicht mit dem Fugenkratzer lösen lassen, löst man mit einem chemischen Silikonentferner. Achten Sie auf hochwertige Produkte, um den Untergrund der Fliesen nicht zu beschädigen. Wir beraten zum passenden Produkt.

Sind alte Silikonfugen bereits von Schimmel befallen, muss der Untergrund zusätzlich mit einem Schimmelentferner behandelt werden. Dazu wird die offene Silikonfuge mit Schimmelentferner eingesprüht. Die Einwirkzeit beträgt zum Teil mehr als 24 Stunden. Bei hartnäckigem Befall muss man den Vorgang wiederholen. Da  Schimmelentferner häufig einen hohen Chloranteil haben, sollten die Räume gut durchgelüftet sein.

Füllmaterial in die Silikonfuge einarbeiten

Die gesäuberte Fuge sollte nun frei von Fett, Öl oder Schmutzpartikeln sein. Dann kann man neu Verfugen. Bei großen und tiefen Fugen spart man Material und Zeit , indem man in die Fugen ein Füllmaterial einarbeitet. Diese Fugenfüller kommen zunächst in die Fuge, um eine Dreiflankenhaftung zu vermeiden.

Auftragen der neuen Silikonfuge

  • Zur Vorbereitung der neuen Fuge kleben Sie die Fugenränder mit Malerkrepp ab.
  • Das Silikon verarbeiten Sie am besten mit einer Silikonspritze: Legen Sie die Kartusche in die Silikonspritze ein, setzen die Spitze auf die Silikontube und schneiden diese schräg zur passenden Fugenbreite auf. Nun führen Sie einige Pumpstöße durch, bis Sie einen Widerstand spüren. Nun können Sie mit dem Verfugen beginnen.
  • Beim Verfugen ist auf eine gleichmäßige Verarbeitung, also gleichmäßiges Drücken der Silikonpistole sowie ein ebenso gleichmäßiges Vorwärtsgehen zu achten.
  • Sollten Sie stoppen müssen, betätigen Sie den Entspannhebel. Sonst tritt weiter Silikon aus.
  • Das verteilte Silikon muss nun geglättet werden. Dieses können Sie mit einem Fugenglätter tun.
  • Damit das Dichtmaterial nicht daran hängen bleibt, sollte Sie das Silikon vorher mit einem Trennmittel benetzen. Dann ist es allerdings schwieriger, noch unebene oder fehlende Stellen auszugleichen. Prüfen Sie deswegen erst, ob auf allen Stellen ausreichend Silikon vorhanden ist.
  • Anschließen wird der Fugenglätter auf der Silikonfuge angesetzt und in einem Rutsch die Fugen abgestrichen.
  • Das überschüssige Material wird entfernt und das Malerkrepp abgezogen. Die Fuge braucht nun Ruhe zum Trocknen.
PrimeCollection Timeline Wand und Boden Fliese
Ob zwischen Wand- und Bodenfliesen in der Dusche oder zwischen Waschbecken und Wandbereich: Silikonfugen dichten alle neuralgischen Übergänge zwischen verschiedenen Bauteilen zuverlässig ab. Foto: PrimeCollection Serie Timeline / Werksbild

Trocknung der Silikonfuge

Silikon reagiert auf die vorhandene Luftfeuchtigkeit und vernetzt von außen sowie von innen. Bei einer Fugentiefe zwischen 6 und 7 mm geht man bei einem üblichen Raumklima von 5 bis 8 Tagen vollständiger Trocknungszeit aus.

Materialliste

Hier finden Sie eine Materialliste mit allen benötigten Arbeitsmaterialien und Werkzeugen, um die Silikonfugen zu entfernen und zu erneuern.

  • Fugenkratzer
  • Silikonentferner
  • Schimmelentferner
  • Füllmaterial
  • Malerkrepp
  • Silikonspritze
  • Passendes Silikon
  • Fugenglätter
  • Trennmittel

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