Fliesenserie Rue de Paris von Keraben

Sie wünschen sich moderne Funktionen in Ihrem Bad die im besten Fall auch noch intelligent vernetzt sind? Clevere Sensoren, Haustechnik-Systeme und Apps verwandeln Bäder heute in wunderschöne Wohlfühloasen – mit stimmungsvollem Licht, Musik und vielen praktischen Funktionen.

Von unseren Bädern erwarten wir ein Raumambiente, das uns im Alltag einen Rückzugsort bietet – wenn möglich mit allem Luxus und Komfort, den es mittlerweile gibt. Doch zu einem perfekten Ambiente im Bad zählt mitnichten nur ein Bad mit eleganten Fliesen, Duschkabinen, Badewannen und Accessoires. Der Trend zur Digitalisierung des eigenen Zuhauses macht auch im Badezimmer nicht Halt. Und so sorgen verschiedene Techniken dafür, dass unser Bad zu einem Multifunktionsraum wird, der sich per Knopfdruck, App oder Sprache steuern lässt.

Was steckt hinter dem Begriff Smart Home?

Smart Home bedeutet eigentlich nichts anderes als ein Sammelbegriff für unterschiedliche Techniken in Küche, Wohnraum oder Bad, die wir automatisch steuern können – meistens über Bedientafeln im Haus oder Apps. Darunter können alle Systeme fallen, die uns den Alltag erleichtern. Und so fallen Beleuchtungssysteme im ganzen Haus genauso darunter wie automatisierte Waschtische zum Hoch- oder Herunterfahren oder Toiletten, die sich auf Nutzer individuell einstellen. Gerade für ältere Menschen oder Bewohner mit Mobilitätseinschränkungen oder Behinderungen wird im Bad aufgrund der Barrierefreiheit einiges an Last abgenommen. Ressourcen– egal ob es sich nun um Strom oder Wasser handelt – sparen die cleveren Systeme noch dazu und sind damit besonders umweltfreundlich.

Laut Statista nutzen 2018 bereits 12 Prozent der deutschen Einwohner Smart-Home-Technologien. Lautsprechersysteme und Schalter sowie Steckdosen werden derzeit noch am meisten im Haus integriert. Doch der Trend geht eindeutig hin zu vernetzen Bädern mit allen möglichen Hightech-Anwendungen.

Badezimmer-Gadgets, die mitdenken!

Anwendungen gibt es in der Tat genügend. Unser Tipp: Diskutieren Sie in der Familie, welche Funktionen Ihnen den Alltag tatsächlich erleichtern. Danach Angebote sichten und mit dem vorhandenen Budget vergleichen. Am besten ist es übrigens, wenn sich alle Funktionen über eine zentrale Stelle steuern lassen – entweder über eine Bedienanzeige mit Touchpad oder – noch besser – eine App. Doch was sind die Neuheiten auf dem Markt?

Duschen mit Spracherkennung

Duschen, die Sie mit Armaturen von Hand einstellen müssen, sind mittlerweile Schnee von gestern. Über Hightech-Lösungen lassen sich unter anderem die Temperatur in der Dusche, Brausefunktionen oder Licht und Musik regulieren. So verhilft die Dusche am Morgen zum perfekten Start in den Tag.

Der Hersteller Moen zum Beispiel bringt ein Duschsystem auf den Markt, das sich sowohl auf Knopfdruck, über die eigene Stimme oder die Spracherkennung Alexa von Amazon steuern lässt. Wer am Morgen vom Bett direkt unter die Dusche springen will, kann über sein Smartphone die Dusche aktivieren, sodass das Wasser beim Betreten schon über die gewünschte Temperatur verfügt. Die Funktion lässt sich übrigens auch voreinstellen und so erhalten Anwender über die App automatisch jeden Morgen eine Benachrichtigung, sofern die Dusche vorbereitet ist.

Berührungslose Armaturen

Händewaschen, ohne dabei die Armaturen berühren zu müssen: Was aus dem öffentlichen Toilettenanlagen längst bekannt ist, hält nun auch in privaten Bädern Einzug – zum Beispiel vom Hersteller HANSA. Eine PSD-Technologie im Infrarot-Sensor macht das möglich. Nährt sich der Anwender mit der Hand der Armatur an, fließt das Wasser automatisch. Die Vorteile liegen auf der Hand. Wasser und Kosten können so effektiv gespart werden. Dazu sind die Modelle hygienischer, denn so lassen sich weniger krankmachende Keime übertragen. Das ist zum Beispiel für Haushalte mit vielen Familienmitgliedern von Vorteil.

Volle Wasserkontrolle beim Baden

Kennen Sie das: Sie möchten baden und lassen sich schon einmal das Wasser im Bad ein. Weil das eine Weile dauert, erledigen Sie in der Zwischenzeit etwas anders. Ob Wasserstand oder -temperatur aber am Ende Ihren Wünschen entsprechen, ist fast wie der Blick in die Zauberkugel. Das ist mit den neuen Sensoren und der dazugehörigen App von Grohe nicht mehr nötig. Die Grohe Onus App kontrolliert über das Smartphone, wie die Wassertemperatur in der Badewanne ist, wann der maximale Wasserstand erreicht ist und stellt das Wasser über die App an oder ab. Lästiges Hin- und Herlaufen oder Überschwemmungen gehören so der Vergangenheit an.

Durchlauferhitzer mit WLAN, Radio und Wetterbericht

Der Durchlauferhitzer DHE Connect der Fima Stiebel Eltron kann deutlich mehr als nur Warmwasser produzieren und garantiert jede Menge Spaß. Neben einer effizienten 4i Technologie lässt sich das Gerät über ein herausnehmbares Bedienelement mit Touchdisplay bedienen. Darüber können Anwender ihre Wunschtemperatur einrichten oder Warmwasser aufdrehen und justieren. Weil das Gerät per WLAN an das Internet angeschlossen ist, darf man sich über Radiomusik des Lieblingssenders freuen. Hochwertige Lautsprecher sorgen für ein umfassendes Sounderlebnis. Und damit man nicht immer seine Einstellungen neu festlegen braucht, kann das persönliche Profil gespeichert werden. Mit einem Klick erkennt die Steuerung alle individuellen Einstellungen.

Übrigens: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert einen Austausch alter Geräte durch effizientere Modelle.

Quelle: stiebel-eltron.de
Quelle: stiebel-eltron.de

Smarte Spiegel per Sprache steuern

Beim Zähneputzen am Morgen die neuesten Nachrichten lesen und gleich prüfen, wie das Wetter heute wird? Was sich wie aus einem Science-Fiction-Film anhört, ist längst auf dem Weg zur Realität – zum Beispiel mit dem Spiegel Dirror, eine Erfindung der DGMK aus Berlin. Dabei handelt es sich um ein smartes Spiegelsystem, das uns über das Microsoft Betriebssystem auf Wunsch mit individuellen Nachrichten versorgt: Mails, Uhrzeit, Nachrichten oder Wetteranzeigen inklusive. Selbstverständlich steuert der Spiegel auch alle vernetzten, digitalen Funktionen im Haus. Kostenfaktor: Zwischen 1.000 und 2.500,- Euro je nach Größe und Rahmen.

Eine interessante Alternative stellt der Spiegel Verdera Voice Lighted Mirror der Firma Kohler dar. Über die Alexa-Technologie von Amazon können Anwender mit dem Spiegel zum Beispiel die Beleuchtung am Spiegel bestimmen, Musik abspielen oder die Temperatur in der Dusche regeln.

Intelligente Waagen für die optimale Körperkontrolle

Dass sich Gewicht, Bewegung, Wasserverbrauch und Schlafen über Fitnesstracker und Apps tracken lassen, ist kein Geheimnis mehr. Doch der Hersteller FitBit geht nun einen Schritt weiter: Die Körperwaage „aria 2“ ist eine intelligente WLAN-Waage, die über Bluetooth funktioniert und sich automatisch mit dem Fitnessarmband synchronisiert. Die Waage teilt nicht nur Gewicht, BMI oder Körperfettanteil mit, sondern zeigt die persönlichen Trends über Diagramme und Grafiken. Acht Nutzer können sich auf der Waage einspeichern.

Jalousien automatisch steuern

Auch Jalousien öffnen und schließen heute ganz automatisch zu einer festgelegten Zeit – zum Beispiel mit dem Funksystem eNet Smart Home – eine Technik, in der viele Hersteller ihre Leistungen und Kompetenzen bündeln. Ganz unterschiedliche Geräte, zum Beispiel von SSS Siedle, tado, Steinel oder Bachmann, die mit dem System kompatibel gemacht werden, lassen sich so über eine App oder Wandschalter von GIRA steuern. Neben Beschattungssystemen regulieren Anwender viele Funktionen im Haushalt wie die Heizungssteuerung, Licht oder Waschmaschinen.