Außenküchen: Kochen unter freiem Himmel

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Kochen unter freiem Himmel? Moderne Außenküchen werden hierzulande immer beliebter. Was Sie dafür brauchen: Eine guten Standort, eine Outdoor-taugliche Küchenausstattung und wetterfeste Materialien.

In vielen Regionen des südlichen Europas gehören Außenküchen längst zum Standard. Und das aus gutem Grund. Denn hier herrschen perfekte klimatische Bedingungen, um einen großen Teil des Jahres mit Familie und Freunden im Freien zu verbringen – Kochen inklusive. Doch Außenküchen erfreuen sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Grund dafür sind immer wärmere Sommer, in denen die Abende auch länger warm bleiben. Neben den großen Grillstationen sind auch Outdoor-Küchen eine lohende Idee für alle, die gleich auch Salate, Brote oder Snacks draußen zaubern möchten.

Was versteht man unter einer Außenküche?

Außenküchen, auch Sommerküchen oder Outdoor-Küchen genannt, sind komplette Küchen unter freiem Himmel. In der Regel beinhalten sie einen Grill, eine Kochstelle, eine Spüle und Aufbewahrungsmöbel auf der Terrasse oder im Garten. Die Besonderheit: Man kann nicht nur wie üblich grillen, sondern auch Vorspeisen, Salat oder einen Kuchen zubereiten und nach dem Essen draußen den Abwasch erledigen. Widerstandsfähige und pflegeleichte Materialien sind ein Muss, da sich die Möbel das ganze Jahr über draußen befinden. Häufig sind sie deswegen auch unter Dachunterständen oder Pergolen untergebracht, wo man sich auch an einem Regenguss nicht stören muss.  

Im Freien kochen: Darum ist die Außenküche eine großartige Investition

Eine Außenküche sorgt nicht nur für ein gewisses Urlaubsgefühl, sie bietet auch zahlreiche Vorteile. Dabei sind die Gründe vielfältiger, als man zunächst denken mag:

Geselligkeit: Eine Outdoor-Küche fungiert in den Sommermonaten als Herzstück für Familie und Freunde. Allein in der Küche zu stehen, während Ihre Gäste auf der Terrasse anstoßen? Das gehört mit der Outdoor-Küche endlich der Vergangenheit an. Denn mit einer Außenküche können Sie beides miteinander verbinden.

Erweiterter Wohnraum: Outdoor-Küchen erweitern Ihren Wohnraum spielerisch. Weil Terrassen und Mobiliar immer wohnlicher aussehen, ist es fast logisch, auch die Küche nach draußen zu verlegen. Und ganz nebenbei kann man ein Vögelchen zwitschern hören oder sich während des Kochens vom Kräutergarten bedienen.

Mehr als eine Grillstation: So vielfältig moderne Grillstationen heute auch sind: Mit einer Außenküche eröffnen sich noch mehr Ideen für leckere Speisen. Sie können braten, backen, kochen, räuchern und vieles mehr. Am schönsten geht das mit Obst, Gemüse oder Kräutern aus dem Garten.

Weniger Wärme im Innenraum: Kochen Sie an heißen Tagen auch so ungerne? Das liegt unter anderem an der Hitzeentwickelung, die beim Kochen in der Küche entsteht. Besonders in den Sommermonaten ist es dann deutlich angenehmer, einfach dort zu kochen, wo meistens ein Lüftchen weht – in der Außenküche.

Wertsteigerung der Immobilie: Eine gut gestaltete und hochwertige Outdoor-Küche kann sogar den Wert Ihrer Immobilie steigern. Sie wird zu einem attraktiven Merkmal, das Käufer heute anspricht und den Wohnwert erhöht.

Wo kann ich meine Außenküche aufstellen? 

Eine Außenküche kann an ganz verschiedenen Stellen einen schönen Platz finden, je nachdem, welche verfügbare Fläche zur Verfügung steht. Typische Standorte für eine Außenküche:

Terrasse oder Veranda: Sofern Sie über eine überdachte Terrasse oder Veranda verfügen, ist die Outdoor-Küche hier ideal platziert. Besonders fließend werden die Übergänge zwischen Haus und Terrasse mit den gleichen Fliesen für drinnen und draußen. 

Garten: Wenn Sie ausreichend Platz in Ihrem Garten haben, können Sie die Außenküche auch etwas entfernter platzieren. Wählen Sie trotzdem einen Ort, der gut erreichbar ist und Ihnen genügend Platz für die gewünschten Geräte und Funktionen bietet. Schön ist auch die Anbindung an ein Sommerhaus im Garten. 

Poolbereich: Sie nennen einen Pool Ihr Eigen? Bei vorhandener Fläche lässt sich die Außenküche auch hier aufstellen, möglichweise in Form einer überdachten Poolbar. Dies ermöglicht es Ihnen, beim Schwimmen und Sonnenbaden leicht auf Snacks und Getränke zuzugreifen.

PrimeCollection UniPLUS
Außenküchen lassen sich auch am Pool platzieren. Das Foto zeigt die PrimeCollection Serie Uniplus. Foto: Werksbild

Balkon oder Dachterrasse: Auch auf einem Balkon oder einer Dachterrasse können Sie eine kleine Außenküche einrichten. Achten Sie in diesen Fällen darauf, dass die Konstruktion den zusätzlichen Belastungen standhält und eventuell eine geeignete Belüftung für den Rauch oder Dampf vorhanden ist.

Innenhof: Wenn Sie über einen Innenhof oder einen Innenhofgarten verfügen, können Sie auch diesen Bereich als Outdoor-Küche nutzen. Zwischen den Mauern des Hinterhofs entsteht häufig eine besonders gemütliche Atmosphäre.

Tipp: Bei der Wahl eines Standorts für Ihre Outdoor-Küche sollten Sie die Sonneneinstrahlung, den Wind und die Nähe zu Wasser- und Stromanschlüssen berücksichtigen. Sprechen Sie vor dem Bau der Außenküche mit Ihren Nachbarn. Zwar sorgt eine Küche unter freiem Himmel dafür, dass sich keine lästigen Gerüche im Hausinneren befinden. Allerdings könnten sich Nachbarn an den ständigen Gerüchen stören.

So sieht die Küchenausstattung für eine Außenküche aus

In einer Outdoor-Küche können Sie eine Vielzahl von Küchengeräten integrieren. Was das genau sein sollte, hängt von Ihren Wünschen und Bedürfnissen ab. Wir nennen einige Küchengeräte, die man oft in Außenküchen findet:

Grill: Der Grill ist das Herzstück jeder Außenküche. Wählen lässt sich in aller Regel zwischen Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrills , je nach Vorlieben und Bedürfnissen. 

Kochfeld: Ein ein Kochfeld ist eine gute Ergänzung zum Grill. Damit können Sie Pfannengerichte, Saucen oder Beilagen zubereiten, die nicht auf dem Grill gekocht werden können. Gas- oder Elektrokochplatten sind gängige Optionen.

Backofen oder Pizzaofen: Wenn Sie gerne Brot, Pizza oder andere Backwaren im Freien zubereiten möchten, können Sie einen Backofen oder einen speziellen Pizzaofen in Ihre Outdoor-Küche integrieren. Dies ermöglicht es Ihnen, authentische, knusprige Pizzen oder selbstgebackenes Brot zu genießen. 

Spülbecken: Ein Spülbecken in Ihrer Outdoor-Küche erleichtert die Reinigung von Geschirr und Kochzubehör direkt an Ort und Stelle. Es kann mit fließendem Wasser ausgestattet sein und Ihnen die Möglichkeit geben, alles bequem vor Ort zu erledigen. Achten Sie auf Spülbecken, die speziell für den Außeneinsatz gefertigt sind. 

Kühlschrank oder Kühltruhe: Ein Kühlschrank oder eine Kühltruhe ist praktisch, um Lebensmittel, Getränke und Zutaten frisch zu halten. Sie müssen nicht immer ins Haus laufen, um Zugang zu kühlen Produkten zu haben. Gerade im Poolbereich macht das Sinn. 

Arbeitsfläche: Eine großzügige Arbeitsfläche ist in einer Outdoor-Küche unerlässlich. Sie bietet ausreichend Platz zum Schneiden, Vorbereiten und Servieren von Lebensmitteln.

Aufbewahrungsmöglichkeiten: Stellen Sie sicher, dass Sie ausreichend Stauraum für Küchenutensilien, Geschirr, Gewürze und andere Zubehörteile in Ihrer Außenküche haben. Dies kann in Form von Schränken, Regalen oder Schubladen erfolgen.

Tipp: Denken Sie daran, in wetterfeste Materialien für Ihre Außenküche zu investieren, damit alles den Witterungen durchs Jahr hinweg standhält.

Materialien für die Außenküche 

Vor dem Bau Ihrer Küche sollten Sie einige Kriterien bedenken, damit der Bau später reibungslos verläuft. 

  • Wählen Sie zunächst einen geeigneten Standort für Ihre Außenküche, prüfen, ob Strom- oder Wasseranschlüsse verlegt werden müssen genügend Fläche vorhanden ist.
  • Beachten Sie mögliche Bauvorschriften oder Brandschutzgenehmigungen, zum Beispiel beim Abstand zu Gebäuden oder anderen Grundstücken. Fragen Sie beim örtlichen Bauamt nach, ob Sie eine Baugenehmigung benötigen.
  • Denken Sie daran, dass Ihre Außenküche Sommer wie Winter der Witterung ausgesetzt ist und dieser standhalten muss. Sofern keine Überdachung vorhanden ist, fragen Sie sich am besten vor dem Bau, ob Überdachungen oder Sonnenschutz erforderlich sind und aus welchen Materialien sie bestehen könnten. Für die Winterzeit sind wetterfeste Abdeckungen für die Küchengeräte Pflicht. 
  • Während Arbeitsplatten im Außenbereich gerne aus robustem Beton oder Stein bestehen, dürfen Sie mit dem Material für Schrankfronten etwas flexibler sein. Hier kommen neben Edelstahl oder Polymer auch harte Holzarten infrage und sorgen dafür, dass Sie lange Freude an der Küche haben.
  • Prüfen Sie, ob der Bodenbelag den Anforderungen einer Außenküche gewachsen ist. Besonders unempfindlich sind keramische Terrassenplatten. Sie lassen sich leicht von Fett und Schmutz reinigen, sind hitzebeständig und nehmen durch ihre Oberflächen kein Wasser auf; die meisten Modelle sind rutschfest und frostsicher. In unserem Online-Shop von Franke Raumwert bieten wir eine große Auswahl an keramischen Fliesen für die Außenküche an – und das zum Beispiel in HolzStein– oder Betonoptik.